Warum Du aufschiebst – und wie Du endlich ins Tun kommst

Hilfe, ich schiebe auf!!!
Aufschieberitis-Alarm. Du weißt genau, was zu tun wäre. Und machst es trotzdem nicht. Machst stattdessen die Wäsche. Putzt die Fenster. Sortierst Socken. Oder schaust „mal eben kurz“ auf Instagram, haha. Und das schlechte Gewissen läuft einfach im Hintergrund mit, den ganzen Tag.
Willkommen im Club!
Ich bin auch dabei. Und ich zeige Dir heute nicht nur, WARUM Du aufschiebst — sondern auch, was Du tun kannst. Konkret. 

Aufschieberitis überwinden

Warum schieben wir eigentlich auf?

Die ehrliche Antwort: Es gibt nicht den einen Grund. Manchmal ist es Faulheit. Manchmal ist es Angst. Manchmal steckt eine Blockade dahinter, die sich so tief versteckt hat, dass Du sie nicht mal siehst.

Hier sind die häufigsten Wahrheiten — schau, welche für Dich zutrifft:

  • Du bist nicht zu 100 % committed.
    Dir fehlt ein gutes, klares „Warum“. Wenn Du nicht weißt, wozu Du diese Aufgabe wirklich tust, wird Dein Inneres sie immer wieder nach hinten schieben. 
  • Du hast Angst, es fertig zu machen — und Dich einer Bewertung auszusetzen. Oder Du könntest damit sogar ERFOLGREICH sein. (Ja, das macht auch Angst.)
    Was, wenn andere urteilen? Und neues Territorium macht uns Menschen Angst – auch wenn es eigentlich Dein Traum ist.
  • Du glaubst, Du bist noch nicht bereit und müsstest vorher noch dieses und jenes wissen, können, haben. Der nächste Kurs, das nächste Buch, das nächste richtige Moment. Spoiler: Der perfekte Moment kommt nicht. Am besten lernt man eh beim Tun
  • Du hast schlicht und ergreifend keine Lust. Du WILLST das gar nicht tun. Kommt am häufigsten vor, wenn die Aufgabe mit „Ich sollte…“ anfängt.
  • Du bist in der Überforderungs-Starre gefangen. Manchmal ist die Aufgabe einfach zu groß, zu vage, zu unübersichtlich. Und dann verfallen wir in eine Art Starre. Wir holen uns die Belohnungspunkte woanders: Wäsche aufhängen, Fenster putzen, kurz mal Facebook checken. Hauptsache, Aufgaben, bei denen man Fortschritt sehen kann.
  • Dein Innerer Kritiker gibt Deinem Perfektionismus HighFive. Bevor das Ergebnis nicht 100 % sein kann, fängst Du am besten erst gar nicht an. Der Innere Kritiker findet immer ein Haar in der Suppe. Plötzlich fühlst Du Dich klein – und machst lieber etwas anderes. Morgen. Ja, MORGEN passt es bestimmt besser.
  • Es fühlt sich an wie eine unsichtbare Blockade — magisch, unerklärlich, aber real.
    Und manchmal sitzen die Gründe noch tiefer. Frühere prägende Erlebnisse. Eingeschlossene Emotionen. Blockaden auf einer Ebene, die sich nicht einfach wegdenken lassen. Es fühlt sich an wie eine unsichtbare Kraft, die uns magisch andere Dinge tun lässt. Die Aufgabe versinkt im Nebel. Das sind oft energetische oder emotionale Blockaden – und genau hier wird Herzcoaching besonders wirkungsvoll.

Puh.

Aber schau: Wenn Du öfter Dinge aufschiebst, zeigen sich hier große Wachstumsmöglichkeiten für Dich. Du lernst eine Menge über Dich selbst. Und das ist eigentlich ziemlich wertvoll — auch wenn es gerade nicht so anfühlt.

Drei Typen von Aufschiebern — welcher bist Du?

Der Überforderungsaufschieber

Du weißt, was zu tun ist. Aber sobald Du daran denkst, fällst Du in eine Art Starre. Die Aufgabe wirkt riesig, und statt sie anzugehen, hängst Du Wäsche auf oder tauchst tief in Dein Emailpostfach ein.
Das kurzfristige Belohnungsgefühl, wenn eine kleine Aufgabe erledigt ist, gibt Dir wenigstens das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Leider nicht das Richtige.
Was hilft: Mach kleine Schritte. Extra-kleine. Und belohn Dich dafür.

Der Perfektionist

Bevor das Ergebnis nicht 100 % sein kann — fange ich lieber erst gar nicht an.
Und dann kommt der Innere Kritiker hereinspaziert, untersucht alles mit der Lupe und findet natürlich das Haar in der Suppe. Plötzlich fühlt man sich klein. Und macht lieber etwas anderes.
„Es ist eh gerade nicht die perfekte Zeit. Morgen. MORGEN passt es bestimmt besser.“
Was hilft: Mach bewusst einen UNperfekten Schritt. Gib 99 % und lern das auszuhalten. Probier es einfach mal aus. Was kann im schlimmsten Fall passieren? Und dann?

Der Angst-Aufschieber

Hier steckt oft eine ganz konkrete Angst dahinter: Angst, bewertet zu werden. Angst, abgelehnt zu werden. Oder — das ist das Tückischste — Angst, fertig zu werden und damit vielleicht sogar erfolgreich zu sein.
Diese Gedankenabläufe laufen meist unbewusst im Hintergrund. Du merkst sie nicht, aber Du spürst sie. Als Bremse. Als Schwere.
Gib dem Mindf*ck nicht so viel Macht über Dich.
Glaube nicht alles, was Du denkst.

 

Aufschieben beenden

Die Deadline-Falle

Gerade wenn Du selbständig bist und eigene Projekte voranbringen willst, gibt es keine Deadline von außen. Irgendwie musst Du Dir selbst eine setzen.
Ich liebe die Flexibilität, die ich habe, wenn mal das Leben dazwischenkommt. Dann kann ich selbst entscheiden: Muss ich — will ich — kann ich den Termin einhalten?
Aber ich darf mich auch mit meiner Aufschieberitis auseinandersetzen.

Vor ein paar Jahren ging es mir z.B. mit meinem Buch Herzenszeit so: Ich WOLLTE es unbedingt Anfang September veröffentlichen. Dann waren plötzlich ;-) Ferien, und ich nahm mir nicht die Zeit. So wurde es Mitte Oktober. Und das war auch gut so. Manches hat und braucht seine Zeit.
Es ist eine Gratwanderung.
Du kannst Dir unnötigen Stress machen, indem Du Dir aberwitzige Deadlines festlegst. Wenn Du Dich dann dabei erwischst, NICHTS zu tun oder ANDERE Dinge zu tun (Bügeln, Fenster putzen, CD’s sortieren, „mal eben kurz“ auf Facebook…), hat die Deadline ihre Funktion verfehlt.
Sie fungiert dann nur noch als gedanklicher Alarmbalken, der Dich mit einem schlechten Gewissen herumlaufen lässt.
Und vielleicht wird das schlechte Gewissen des „ich müsste ja eigentlich…“ irgendwann groß genug, dass Du Dich hinsetzt und wie besessen arbeitest. „Ich schreibe jeden Tag 3 Seiten“ verwandelt sich nach zwei Wochen in „ich schreibe heute 42 Seiten“. Und Du erkennst, dass Du das gar nicht schaffen KANNST.
Blöd, oder?

5 Strategien, die wirklich helfen, Deine Aufschieberitis zu überwinden

1. Würfle.

Schreib Dir sechs ToDos auf, um die Du nicht herumkommen wirst. Und dann würfle.
Fang auf der Stelle und SOFORT an, diese Sache 30 Minuten zu tun. Ohne Kompromisse, ohne nochmal würfeln, ohne „mal eben schnell“ irgendwo reinsehen.
Klingt albern. Hilft aber.

2. Fünf Minuten täglich.

Arbeite JEDEN Tag als eine Deiner ersten Aktionen 5 Minuten an Deiner Aufschiebe-Aufgabe. Jeden Tag. Auch wieder ohne Kompromisse.
Steter Tropfen höhlt den Stein. Wirklich. Und vielleicht werden aus den 5 Minuten ja 10 oder 20! Wenn Du erst mal begonnen hast, kannst Du viel leichter dranbleiben.

3. Leg einen echten Termin fest.

Und halt Dich dran. Trag ihn so in Deinen Kalender ein wie einen Zahnarzttermin. Also so, dass Du nicht drüber hinwegschaust.
Noch besser: Commite Dich vor anderen. In einer Gruppe. Das macht einen Unterschied. Hilfreich kann auch eine Mastermind-Gruppe oder ein Buddy sein, mit dem Du Dich regelmäßig austauschst und wo Du Deine gefährlichsten ToDos mitteilst.

4. Herde Deine Ängste und Bedenken ein.

Schau Dir bewusst an, was Dich aufhält. Was ist die eigentliche Angst dahinter? Wenn Du sie kennst, verliert sie Macht.
Ich klopfe dann gerne. ;-) Meridianklopfen hilft mir, mich zu beruhigen und einen klaren Kopf zu bewahren. Und dann WILL ich es auf einmal TUN. Und dann TU ich.
Huch, schon erledigt. War ja gar nicht so schlimm. :-)

5. Finde heraus, ob Du es wirklich WILLST.

Manchmal ist die ehrliche Antwort: Nein, ich will das eigentlich gar nicht.
Für diesen Fall darf die ToDo vielleicht auf die „Was soll’s“-Liste. Das ist auch eine Entscheidung. Und die entlastet.

 

Aufschieberitis überwinden

Der schwerste Schritt — und der Mindf*ck davor

Ich hatte mal einen Kunden, der hatte meine Visitenkarte mehrere Jahre(!!!) in seiner Schreibtischschublade liegen.
JAHRE…
Nicht immer muss es so extrem sein. Aber gerade bei den Themen, die wirklich zählen — wo es um Veränderung geht, um Loslassen, um Hilfe annehmen — dauert der erste Schritt manchmal verdächtig lang.

Typische Mindf*ck-Gedanken:

  • „Es geht schon noch ein bisschen.“ (Es geht. Aber warum warten, bis es wirklich nicht mehr anders geht?)
  • „Bestimmt bin ich der einzige Mensch auf der Welt mit diesem Problem.“ (Ganz sicher nicht.)
  • „Was sollen die Leute von mir denken?“ (Die meisten denken gar nichts Besonderes. Manche sind vielleicht sogar ein bisschen neidisch, weil sie selbst nicht den Mut aufbringen.)
  • „Mir kann bestimmt eh niemand mehr helfen.“ (Es gibt immer Möglichkeiten, die Du gerade nur nicht siehst.)
  • „Ich kann mir das nicht leisten.“ (Kannst Du es Dir leisten, so weiterzumachen?)

Die Erleichterung kann riesengroß sein, wenn Du erkennst, dass all die Gedanken, Sorgen, Bedenken — dieser ganze Mindf*ck — nur in Deinem Kopf stattgefunden hat.
Deine Seele wollte vielleicht schon lange. Aber Dein Verstand hat gekämpft.

So sind wir Menschen: Wir wählen oft lieber das bekannte Unglück als das unbekannte Glück. Weil wir uns so daran gewöhnt haben.

Bestimmt kennst Du das auch von Dir — dass Du eine Sache ewig vor Dir hergeschoben hast und sie dann doch irgendwann getan hast. Und dann war es nur halb so wild. Und Du fragst Dich, warum Du so lange gewartet hast.

Eine ehrliche Frage zum Schluss:

Wo in Deinem Leben gibt es gerade so einen (schw)ersten Schritt, den Du noch nicht gemacht hast?
Und wie lange willst Du noch warten?

Themen wie Verzeihen, eine lange überfällige Aussprache, Loslassen, wirklich Hilfe annehmen — das sind Klassiker. Du weißt selbst am besten, was gemeint ist.

Und falls Du Dich gerade mit angezogener Handbremse durchs Leben quälst und merkst, dass das auf energetischer Ebene sitzt — melde Dich gerne bei mir. In einem kostenlosen 30-Minuten-AHA-Gespräch schauen wir gemeinsam, wo es bei Dir hakt und was Du als nächstes tun kannst.

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Dein Herz weiß es eh schon längst. Manchmal braucht es nur einen kleinen Schubs.

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