Bist Du ein Opfer?

Opfer? ICH? Aber ganz bestimmt nicht, wirst Du jetzt vielleicht sagen. Immerhin stehst Du Deine Frau / Deinen Mann im Leben und schaffst ganz schön viel. Darauf darfst Du ja auch zu recht stolz sein und Dir selber auf die Schulter klopfen. Aber schau mal genau hin… Vielleicht gibt es in Deinem Leben DOCH Situationen, in denen Du jammerst oder schimpfst?

Der Opfer-Anteil.

Wir alle haben nicht nur Sonnen- sondern auch Schattenseiten, und einer davon ist der Opfer-Anteil. Oder ist es denn manchmal nicht leichter zu sagen,

    Da sind die ANDEREN Schuld dran

  • Oder der Chef
  • Oder das Wetter
  • Oder der Partner
  • Oder der Mond
  • Oder der Virus???

Da geben wir manchmal nur zu gern die Verantwortung nach außen ab; obwohl wir es ja erst einmal selber zulassen müssen, dass wir in die Opferhaltung kommen. Ein hoher Preis. Aber als Opfer habe ich dann zumindest die Illusion der Kontrolle. Oder ich schütze mich so vor meiner eigenen Angst, ganz zu mir zu stehen. Oder ich versuche, eine Schuld abzubezahlen.

Schwierig wird es auch dann, wenn wir zu lange in diesem Modus unterwegs sind. Dann sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht und einen Ausgang schon gar nicht. Wie soll man sich da selber auf die Schliche kommen?

Möglicherweise ist es auch eine Wut, die Du gegen Dich selbst richtest – und damit anderen Menschen in Deinem Umfeld die Resonanz- und Angriffsfläche bietest, damit sie Dich verletzen können. Da können mit der Zeit komische Spielchen entstehen, das glaubt man nicht.

Auch manche Krankheit, v.a. die chronischen, haben das Potential, dass wir uns mit dem Opferdasein abfinden. Wir akzeptieren die Annehmlichkeiten (Hilfe, Aufmerksamkeit von anderen, …) um den Preis der Schmerzen / der Beschwerden. Und nur, weil z. B. eine konsequente Ernährungsumstellung oder ein liebevolleres Achten auf den eigenen Körper zu aufwändig erscheint.

Der Ideenreichtum des Ego ist schier unerschöpflich, wenn es ihm an den Kragen gehen soll…

Oh, ich höre schon den Aufruhr, da muss es doch AUSNAHMEN geben! Bei MIR ist das aber doch ganz ANDERS! Ich KANN doch nichts dafür, dass… mein Mann mich schlägt, ich arbeitslos bin, ich diese Krankheit habe, etc.
Versteh mich bitte richtig – es geht mir nicht darum, Dir Schuldgefühle einzureden oder Dir ein schlechtes Gewissen zu machen und zu behaupten, Du bist doch selber SCHULD an Deiner Misere. Im Gegenteil!

Ich möchte Dich (heute etwas unsanft, sorry 😉 ) wachrütteln und Dich zum Nachdenken bringen. Dass Du Dir einfach mal Dein Leben anschaust und spürst, WO und WANN Du in der Opferhaltung bist. Wann Du jammerst um des Jammerns Willen und nicht auf der Suche nach Lösungen und Veränderung bist. Wann Du über andere schimpfst und Dich über sie aufregst, weil Dir etwas an ihnen nicht passt. Wann Du im Opferpfuhl hockst wie in einer bunten Blubber-Wellness-Badewanne und es Dir dort schon recht gemütlich gemacht hast…

veränderung

4 Schritte zur Veränderung

1. Der erste Schritt zur Veränderung ist das Erkennen. Erkennen und wahrnehmen, was ist. Ohne zu bewerten. Es geht wie gesagt nicht um das Abwerten, dass Du (wie so viele andere auch) den Opfermodus gewählt hast. Das tun wir ja nicht mit Absicht, sondern es erscheint uns als die beste aller Wahlmöglichkeiten. Stattdessen ist es wichtig, zu erkennen, dass Du überhaupt im Opfermodus BIST.

Im übrigen sind wir ja dann nicht ständig in der Opferrolle, sondern nur in bestimmten Situationen. Du kannst zu Hause “die Hosen an haben”, aber auf der Arbeit duckst Du Dich weg, sobald Dein nörgeliger Chef den Raum betritt. Beobachte, was DEINE ganz persönlichen Opfersituationen sind.

Erkenne. Erkenne Deine Spielchen und die der anderen.

2. Der nächste Schritt ist: Nimm es an. Umarme Deinen Opferschatten. Das heißt, verurteile Dich nicht dafür (das ist gar nicht so einfach). Akzeptiere, dass es sich für Dich einmal am richtigsten angefühlt hat, Dich besiegen zu lassen. Und auch, dass dies der Vergangenheit angehören darf.
Denn in der Zwischenzeit ist viel passiert und Du hast Dich weiterentwickelt. Vielleicht hast Du jetzt ja viel bessere Handlungsmöglichkeiten als damals.

3. Nachdem Du Deinen Opferanteil von Herzen angenommen hast, verzeihe ihm und löse Dich aus seinem Käfig. Das kann am Anfang weh tun, aber so holst Du Dir Deine Kraft wieder zurück. Wenn es Dir besonders schwer fällt, kannst Du auch dazu den Karatepunkt klopfen (an der Handkante, genau dort, wo Du die Tischplatte triffst, wenn Du sie mit einem Karatehandkantenschlag zertrümmern willst) und tief ein- und ausatmen dazu.

4. Außerhalb des Opferdunstkreises hast Du nun viel mehr Möglichkeiten zu handeln, zu denken, zu leben. Spüre die neue Kraft, die Du damit freigesetzt hast. Vielleicht hast Du mehr Lust, Dich gesünder zu ernähren, oder Dich unter Menschen zu begeben, die Dir gut tun. Und einfach mal Spaß zu haben.

Ich freue mich, dies mit Dir zu teilen.

Verlasse die Opferrolle heute noch und nimm Dein Leben selber in die Hand – viele Anregungen dazu findest Du im Herzcoaching-Challenge-Workbook!
Box

4 Schritte zur Veränderung
1. Erkenne es.
2. Nimm es an.
3. Lass es los.
4. Lebe das Neue.

Wo hast Du noch unbemerkte Opfer-Anteile von Dir entdeckt? Schreib mir, gerne in den Kommentaren!

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